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Sonntag, 18. Januar 2015

Neues Leben - neue Chance

Oder wie heißt es so schön?

Liebe Kundinnen von strickliese-kreativ!
Unglaublich viele Dinge sind seit letztem Jahr passiert, die meisten privater Natur. Aber das ist ok und war schon lange überfällig.
Nach langem Hin und Her habe ich nun auch beschlossen, meinen DaWanda-Shop  zu schließen. Ab 01. Februar wird es ihn nicht mehr geben. Es lohnt sich einfach nicht mehr. Ich investiere zu viel für zu wenig Verdienst. Schaut euch um; die Konkurrenz im Netz ist gigantisch groß. Was soll ich in Zukunft einstellen was es nicht schon lange gibt?
Zudem haben sich meine Interessen verlagert. Zwar stricke ich noch, aber momentan dreht sich in meinem Leben alles um die Musik. Die Freude an der Handarbeit ist mir durch den Zwang, ständig etwas Neues verkaufen zu müssen, langsam aber sicher abhanden gekommen. Könnte ich davon meine Kinder ernähren wäre es für mich ok. Aber so nicht. Zukünftig betrachte ich das Häkeln und Stricken also nur als mein Hobby. Ehrlich gesagt freue ich mich darauf. Es liegt noch genügend Wolle parat, die nach einem Pullover für MICH schreien.

Was aus dem Blog wird weiß ich noch nicht. Ihn gleich zu schließen fände ich ein bisschen voreilig, denn irgendwann werde ich mit Sicherheit wieder mehr Lust am Werkeln haben.

Ich bitte um Verständnis.
Es war eine tolle Zeit mit Euch. Vielen Dank!

Liebe Grüße
Eure strickliese-kreativ

Freitag, 26. Dezember 2014

Mein schönstes Weihnachtsgeschenk - von einer zukünftigen Starköchin bekocht zu werden

"Ihre Tochter ist ein ganz besonderes Menschenkind. Fernab vom Mainstream und ungewöhnlich zielstrebig für ihr Alter. Ich sehe sie schon als neue Sarah Wiener."

Wenn sogar die Lehrerin ins Schwärmen kommt muss ja wohl was dran sein. Ich als ihre Mama wusste es natürlich schon immer, aber jetzt wo sie reifer wird kristallisiert es sich immer mehr heraus. Unser Kind ist ein Überflieger.
Köchin möchte sie werden, und zwar Sterneköchin, aber nicht erst nachdem sie ihren Realschulabschluss gemacht hat, sondern jetzt schon im Sommer nach Beendigung des neunten Schuljahres. Danach will sie sich auf Konditorei spezialisieren. Ein recht ungewöhnlicher Berufswunsch für ein Mädchen, das gerade mal vierzehn ist und dem andere häufig sagen, dass sie mit ihrer Figur und dem fast elfenhaften Aussehen auch Model werden könnte. Doch davon will sie nichts wissen. Was mich insgeheim aufatmen lässt. Ein Praktikum hat sie auch schon absolviert, in einem 4-Sterne-Restaurant Hotel - mit herausragenden Leistungen. Man hätte sie am liebsten gleich da behalten.

"Mama, ich möchte Weihnachten für unsere Familie kochen."

Und das durfte sie. Sie bereitete uns ein Festmahl aus Entenbrust in Orangen-Zimt-Soße mit Semmel-Knödel und Rotkohl. Als Vorspeise gab es kleine Lachsröllchen in Frischkäse mit Dill und Petersilie. Natürlich alles nett dekoriert. Auch ein Nachtisch wurde gereicht, und zwar eine japanische Weihnachtstorte, da unser Mädchen ein ganz großer Japan-Fan ist.
Voller Eifer bringt sie sich nebenbei ganz autodidaktisch die japanische Sprache bei - und versteht sogar schon den einen oder anderen Satz. Überall in ihrem Zimmer findet man Memos mit den Bezeichnungen für entsprechende Gegenstände vor: an der Lampe, am Tisch, am Bett, am Schrank...

Ich muss zugeben: ihr Dickkopf schafft mich manchmal ganz schön. Sie lässt sich nur ungern etwas sagen. Bevor sie sich dem Willen eines anderen Menschen beugt, muss man sie erst überzeugen. Was nicht einfach ist. Denn ohne Logik funktioniert das nicht. Dafür weiß ich, dass sie sich so leicht nicht vom Weg abbringen lässt. Weder von flatterhaften Freundinnen noch von irgendwelchen Jungs.

Die Freude am Kochen hat sie wohl von meinen Eltern geerbt. Denen machte es auch immer große Freude. Mir weniger. Sobald mehr als zwei Herdplatten in Gebrauch sind, werde ich nervös. Dann fluche ich wie ein Bauarbeiter. Aber wie es aussieht hat sich das für die nächsten Jahre erledigt. Die nächsten Weihnachten brauche ich mich wohl nicht an den Herd zu stellen. 

Samstag, 20. Dezember 2014

Das Sterben des Kleinhandels

Ich komme immer wieder ins Grübeln wenn ich lese, dass sich Leute mit ihrem Gewissen herumplagen, wenn in ihrer Umgebung der nächste Kleinhändler die Türen schließt. Gerade jetzt zur Weihnachtszeit ist das Thema wieder brandaktuell. Auch ich fühle mich schlecht, wenn so etwas geschieht. Ganz klar kommen Fragen auf wie: hätte ich vielleicht öfters dort einkaufen sollen? War ich schlichtweg zu bequem? Mache ich mir zu wenig Gedanken?

Bequemlichkeit ist natürlich ein Argument, aber ich halte es nicht gerade für unbequem, wenn man die Möglichkeit hat, schnell zum Kaufmann um die Ecke zu gehen, um noch etwas zu besorgen. Es sind meist nur Kleinigkeiten und der Rest wird woanders gekauft. Nicht schön. Aber auch das hat seinen Grund. Das Verhältnis zu dem was man wirklich braucht und anderen, nicht unbedingt notwendigen Konsumgütern ist recht unausgewogen. Mittlerweile kann man T-Shirts bekommen, die kosten weniger als ein Stück Fleisch. Da entwickeln gerade sehr junge Menschen eine Mentalität, die haben will. Immerhin ist die neue Klamotte von H & M durch Taschengeld finanzierbar. Dieses Verhalten steht für eine Gesellschaft, die schon längst in sich zusammen gebrochen ist. Das Nachsehen hat der lokale Kleinhändler. Er ist weder in der Lage mit T-Shirts unter 5 Euro aufzuwarten, noch kann er Fleisch anbieten, das an die niedrigen Preise einer SB-Theke heran reicht. Von der riesigen Auswahl ganz zu schweigen. Wie soll er das finanzieren? Also kauft man bei ihm nur Kleinigkeiten und fährt weiter zu H & M und Real und wer weiß wohin noch. Zwischenzeitig lacht der Landwirt bitter auf, weil der wiederum seine Milch zu einem Preis verscherbeln muss, dass es lachhaft ist. Alles ist komplett aus dem Ruder gelaufen. Nichts ist mehr normal.

Hinzu kommt, dass unsere Gesellschaft trotz Konsumrauschs immer mehr verarmt.
Ein Beispiel: ein ausgelernter Maurer erhält ein Anfangsgehalt von etwa 1800 Euro brutto. Erfahrene Gesellen und Meister entsprechend mehr. Wenn ich jedoch auf unsere Großbaustellen blicke (da wäre zum Beispiel das neue Krankenhaus, das gerade in unserem Ort errichtet wird), entdecke ich nur Leiharbeiterfirmen mit Kolonnen aus Gastarbeitern, die gnadenlos ausgebeutet werden. Und auch für den Abriss unseres maroden Theaters wurde eine Fremdfirma beauftragt. Warum die so viel günstiger sein soll als eine der ortsansässigen Firmen und letztendlich den Zuschlag erhalten hat möchte ich gar nicht erst hinterfragen. Dazu fehlt es mir an Hintergrundwissen. Fakt ist nur: in unserer kleinen Stadt verdient mal wieder keiner was. Man guckt in die Röhre. Bei uns ist es völlig normal, dass eine vierköpfige Familie mit weniger als 1000 Euro im Monat auskommen muss und sich mit miesen Jobs über Wasser hält. Von diesen tausend Euro sind die laufenden Rechnungen noch nicht bezahlt.

Und dann kommt plötzlich jemand ganz Schlaues daher, erhebt den Zeigefinger und sagt: ihr solltet aber dieses oder jenes lieber vom Markt kaufen oder vom ortsansässigen Kleinhöker. Entwickelt endlich ein Verantwortungsgefühl.

Gut. Nehmen wir an, die Dame des Hauses hört auf diesen Rat und geht ab jetzt nicht mehr zur SB-Theke sondern kauft ihr Fleisch auf dem Wochenmarkt ein. Und auch Obst und Gemüse wird von nun an dort mit genommen oder aus dem Bioladen oder beim Händler um die Ecke, der es wiederum vom Bauern kauft. Was für ein Hochgefühl zu wissen wo was herkommt und vor allem dass man Gutes tut!
Währenddessen schließt der Rest der Familie Wetten ab, wann die Familie finanziell in die Knie geht. Wird es noch vor dem fünfzehnten sein oder danach?

Das klingt vielleicht sarkastisch, aber genauso fühle ich mich, wenn ich mir gezwungener Maßen ein KZ-Hühnchen von Al.di in den Einkaufskorb lege und meine Euronen noch ein paar mal mehr umdrehe und schon mal ausrechne wofür es noch reicht. Ich hätte es auch gern anders und das KZ-Huhn tut mir aufrichtig leid, aber bei Al.di kostet das Hühnerfleisch nun mal um ein Drittel weniger, und darauf bin ich angewiesen, wenn ich den ganzen Monat über auskommen möchte.
Ein anderes Beispiel: ich benötigte für einen besonderen Anlass ein festliches Kleid. In unserer Stadt gibt es auch einen ganz tollen Laden, dessen Besitzer ich sehr schätze, aber unter hundert Euro wäre ich dort nicht raus gegangen. So viel Geld hatte ich nicht. Also ersteigerte ich mir eins bei E.bay. Der Knüppel liegt also beim Hund. Da kann der Wunsch, den lokalen Händler zu unterstützen, noch so groß sein.
Während unsere kleine Gemeinde so vor sich hin strauchelt, reibt sich irgendwo in der Chefetage ein Lobbyist seine schmierigen Flossen. Wie er den kleinen Mann delegieren kann, weiß er ja. Das ist halbe Backe für ihn. Aber auch den Querdenker aus der Mittelschicht hat er gut im Griff. Der wird manipuliert und irre geführt was das Zeug hält. Man erinnere sich nur daran wie es war als der Biohype aufkam. Es dauerte nicht lange bis die Industrie auf diesen Trend reagiert hat und die Bioläden wie Pilze aus dem Boden schossen. Plötzlich war ein reichhaltes Angebot da, das der gewissenhafte Bürger auch fleißig in Anspruch nahm. Erst später erfuhr man, was man teilweise zu sich genommen hat. Einiges entpuppte sich sogar als ungesund, es war von Würmern befallen und alles andere als genießbar und zudem noch völlig überteuert. Irgendwann landete ein entsprechendes Angebot auch in den Supermärkten. Alles mögliche durfte sich von nun an Bio nennen, selbst wenn es überhaupt nichts damit zu tun hatte. Aber das musste erst entlarvt werden. Bis dahin glaubte man sich gesund ernährt zu haben:(

Es ist eine ganz furchtbare Entwicklung, die wir gerade durchlaufen. Die Dinge werden so verworren dargestellt, dass sie mit gesundem Menschenverstand kaum noch nachvollziehbar sind: es ist ohne Moral oder Rücksicht auf die Ethik des Lebens an sich. Selbst vor arglistiger Täuschung und kriminellen Handlungen wird nicht zurück geschreckt, wenn es darum geht in gewissen Kreisen den ganz großen Reibach zu machen. Auf Foodwatch kann man sich näher informieren. Aber es gibt ja nicht nur die Nahrungsindustrie, sondern auch die Bekleidungsindustrie, die Elektronik und so weiter. Überall hat die Industrie ein immer leichteres Spiel mit Menschen, denen immer weniger Geld zur Verfügung steht, die aber dennoch nicht außen vor stehen wollen. Ich jedenfalls keine keinen, der freiwillig auf alles verzichtet. Naiv zu glauben, dass man als Konsument Einfluss auf diese Lobby hat. Während wir glauben etwas ganz Großartiges bewegt zu haben, haben andere die Hebel schon längst in eine neue Richtung gelegt, die uns vorgaukeln soll, dass wir richtig liegen. Ich befürchte fast, dass sich unsere Gesellschaft so wie sie besteht erst tot laufen muss. Vielleicht endet sie auch mit einem großen Knall. Wer weiß das schon.

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Fotografieren in dieser Jahreszeit

Ein paar Kleinigkeiten für den Shop sind entstanden. Das Fotografieren stellt allerdings eine echte Herausforderung dar. Hier ist es den ganzen Tag über nur herbstlich trübe und regnerisch. Wenn das alles Schnee wäre, würden wir uns vermutlich freischaufeln müssen. So viel kommt runter

Eine Mütze ist fertig geworden.


Die Katze nicht... die ist bloß immer in der Nähe. Waldkatzen sind zwar sehr ursprünglich, aber auch menschenbezogen. Echte Charaktertiere mit einem großen Kuschelbedürfnis. Auserwählte Bezugsperson dafür bin ich.


Die Stulpen in schwarz-rot sind ebenfalls für den Shop. Sowohl die Mütze als auch Stulpen sind aus Sockenwolle gearbeitet.


Dann hatte ich noch für eine liebe Nachbarin ein Paar Socken auf den Nadeln.
Lieblingsmuster: pink von Wollke 7 - nur ohne Löcher, da ich es ohne die irgendwie lieber leiden mag. Leider lässt sich die Anleitung gerade nicht verlinken; ich glaube die Seite wird überarbeitet.

Um das alles fest zu halten, hatte mein Photobearbeitungsprogramm gut zu tun. Immerhin muss dem Betrachter Tageslicht vorgegaukelt werden. Mit ein bisschen Weißabgleich und Aufheller klappt es aber ganz gut.

Vielen Dank übrigens für die große Resonanz bezüglich der Leseliste von Blogger.
Ich weiß, viele nutzen sie überhaupt nicht, halten sie für völlig überflüssig. Mir hat es bisher eigentlich immer gut gefallen. Da hatte ich alles auf einen Blick. Mal sehen für welche Lösung ich mich entscheide. Wahrscheinlich nehme ich es erstmal einfach so hin, denn wenn ich an die ganze Arbeit denke, die mir bevorsteht, wenn ich einen neuen Blog einzurichten, vergeht mir schon fast wieder die Lust umzuziehen. Vielleicht irgendwann mal, wenn mich der Ehrgeiz packt.

Einen schönen Tag und liebe Grüße

Montag, 15. Dezember 2014

Gebe ich Blogger noch 'ne Chance?

Guter Wille und Ärmel hochkrempeln nützt bei Blogger anscheinend nichts.
Ich bin mittlerweile ziemlich genervt von Google Friends Connect und dieser Leseliste.
Zuerst als gut befunden habe ich in meinen Anfangszeiten immer fleißig Blogs hinzugefügt... Hier noch einen und da noch einen... und hach... der ist ja auch so schön... nun ja, wie das halt so ist.
Dann irgendwann... oh je... waren es mehr als 600!
Wenn ich gewusst hätte wie schwierig es ist, Blogleichen oder Blogs, die mich nicht mehr interessieren, los zu werden, hätte ich sie rechtzeitig gelöscht. Mittlerweile ist es mir jedoch fast unmöglich geworden. Ich werde nicht mehr Herr darüber. Zum einen sorgt diese ellenlange Liste für Ladeschwierigkeiten, sobald ich mich einlogge. Desweiteren ist sie recht unzuverlässig. Mal taucht sie auf, mal nicht. Irgendwie hakt' s immer ein wenig. Es ist nun mal ein Schwachpunkt. Manchmal hilft es, wenn ich die Seite einfach nur neu lade. Doch wenn ich etwas daran ändern will, zickt Blogger wieder rum wie eine alternde Diva.

Also schaute ich mich eines Tages im Netz um, ob es irgendwie die Möglichkeit gibt, diese Liste ganz und gar los zu werden. Einfach weg damit und gut, und später vielleicht noch einmal neu anlegen - in abgespeckter Form versteht sich.
Aber Pustekuchen - so einfach macht Blogger es einem nicht. Erst muss jeder einzelne Blog manuell entfernt werden. Da kommste nun mal nicht drum rum.
Na gut, dachte ich mir. All das Gejammer nützt ja nichts. Nun also die Ärmel hoch gekrempelt und los gelegt. Irgendwie wird es schon klappen. Ich fing an die ersten Blogs zu löschen. Immer der Reihe nach.
Doch schon bald tauchten die ersten Komplikationen auf.
Erst einmal ist die Liste im Bearbeitungsmodus nicht identisch mit der aus der Vorschau. Zweitens kann  Blogger es überhaupt nicht leiden, wenn man etwas löscht. Spätestens nach dem dritten Blog macht er Zicken. Entweder behauptet er einfach, es existiert gar keine Liste oder man sollte es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal versuchen. Ein Zeitpunkt, der nie da zu sein scheint. Denn dieser Spruch kommt fast immer.
Deshalb nützt es auch wenig, wenn man sich die Mühe macht, sich an diese Liste zu machen. Man selber soll wohl keine Entscheidungen treffen, das möchte Blogger für einen tun, und Blogger hält nun mal an jeder Adresse fest.

Also bin ich weiterhin gezwungen auf polnische oder anderssprachige Blogs gucken, die ganz frech über die Adresse des Vorgängers laufen und mich mit Dingen zukleistern, die ich sowieso nicht lesen kann. Vermutlich hat sich der Vorgänger schon vor Jahren abgemeldet und weiß gar nichts davon. Ungeheuerlich, dass so etwas überhaupt möglich sein kann.

Nun bin ich ernsthaft am Überlegen ob ich mit meiner Seite umziehen soll. Ob ich mir das alles überhaupt antun soll oder lieber gleich wieder eine Facebook-Seite einrichte, obwohl ich Facebook eigentlich nicht mag. Aber da klappt zumindest die Kommunikation.

Hat jemand von euch Erfahrungen mit anderen Anbietern? Wordpress, Myblog oder so?

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Nennt mich feige ;-)

Aber ich habe jetzt entschieden, dass ich dieses Ganglion am Handgelenk doch nicht weg schneiden lasse. Zuerst kam mir etwas Persönliches dazwischen. Und mittlerweile erscheint mir eine OP immer überflüssiger je mehr ich darüber nachdenke. Die Vorstellung, dass ich durch vernarbtes Gewebe noch mehr eingeschränkt sein könnte bereitet mir Magendrücken. Die Wahrscheinlichkeit ist groß ist, dass es wieder kommt. Auch dann würde ich mich wohler fühlen, wenn ich an der Stelle lieber keine Narbe habe.

Überbeansprucht wurde mein Handgelenk vermutlich durch Massenherstellung dieser entzückenden kleinen Blümchen. Oder sagen wir besser: durch das Innere davon.


So zucker wie sie auch aussehen - um diesen geschlossenen Mittelteil zu häkeln, bedarf es einiges an Kraftanstrengung. Man hat ja nichts in der Hand.


Lediglich 3 Anfangsmaschen, die am Ende zum Kreis geschlossen werden.  Die Arbeit, die vor einem liegt, ist winzig klein. Und in die Maschen muss richtig schön fest rein gehäkelt werden, ansonsten wird es löchrig und gibt ein unregelmäßiges Bild ab.


Hier kann man ganz gut sehen wie klein der Kreis ist. Er hat lediglich einen Durchmesser von 1,5 cm. Die Häkelnadel wirkt dagegen recht groß.

Diese Streublümchen habe ich also jeden Monat als Abo für eine superliebe Kundin her gestellt. Sie nähte sie immer auf Kissen. Ganz zauberhaft sah das aus. Umso trauriger macht es mich jetzt, dass ich mich einfach nicht mehr in der Lage fühle mit diesen Blümchen fort zu fahren. Hin und wieder mal ein einzelnes, das ist ok, aber so wie es war geht einfach nicht. Das macht mein Handgelenk nicht mehr mit.
Seitdem ich mit den Blümchen Pause gemacht habe, ist meine Hand beweglicher. Auch wenn dieser Gnubbel noch da ist. Ich kann jedoch damit leben.

Musstet ihr auch schon die einen oder anderen Abstriche machen, die ihr irgendwie bedauert?

Einen schönen Vizefreitag wünscht euch Inken.
Hier ist' s herbstlich regnerisch. Ich wollte eigentlich in die Stadt, aber das verschiebe ich auf ein anderes Mal.

Sonntag, 7. Dezember 2014

Freude über Freude

Oh Freude über Freude
ihr Kinder kommt und hört
..

Wir haben gerade ein Weihnachtskonzert gegeben. Oh, ich bin immer noch völlig überwältigt von der tollen, festlichen Stimmung, die in der Kirche herrschte. Sogar eine Zugabe wurde verlangt. Das macht mich echt glücklich. Erst Recht wenn man bedenkt, dass wir uns hauptsächlich den traditionellen deutschsprachigen Weihnachtsliedern gewidmet haben.
Ich für meinen Teil fühle mich übersättigt von Jingle Bells und Co. Ich mag auch nicht mehr "Last Christmas" von Wham hören. Umpfda, umpfda, umpfda, discotaugliche Weihnachtsmucke. Och nööö.
Wie es aussieht geht es mir nicht allein so. Unsere Besucher waren ausnahmslos angetan von dem Programm und begrüßten es sehr. "Es ist ein Ros entsprungen", "Maria durch den Dornwald ging", "Leise rieselt der Schnee", "Süßer die Glocken nie klingen", "Was soll das bedeuten" - das sind nur wenige der Kompositionen aus unserem Lande, die großartig sind. Wir haben sie mit Gitarre zweistimmig vorgetragen. Es war stimmungsvoll, aber nicht verstaubt. Sogar die jungen Leute haben mit gesungen - freiwillig.
Gut, ein amerikanisches Lied war dann doch dabei, und zwar die deutsche Version von "Little Drummerboy", denn das ist so stark, dass es genau wie "Stille Nacht" einen ganz besonderen Status in der Welt hat. Es ist Länder übergreifend und klingt nicht allzu sehr nach Popsong. Wir haben die deutsche Version gewählt, und bekamen so viel Applaus dafür, dass wir es als Zugabe noch einmal spielen mussten.

Zwischen den Proben wurde gestrickt und genäht. Schließlich sollten Meine Lieben eine Kleinigkeit zum Nikolaus bekommen.


Mein Mann hat wieder warme Socken mit langem Schaft für die Arbeit,


und auch meine Große und Schwiegersohn in spe haben Socken bekommen. Die kriegte ich gar nicht mehr fotografiert, denn die wanderten gleich ins Paket. Aber sie haben mir gütiger Weise ein Handyfoto zur Verfügung gestellt. Die quietschbunten oben sind für den Herrn, der liebt es so, die dezenteren für die Dame.


Der jüngste Spross bekam einen kuschelig weichen Wende-Loop aus edlem Wolle-Angora Mix und Baumwolle. Sie wickelte ihn sich gleich um den Hals, und da blieb er für den Rest des Tages. Er gefiel ihr sofort. Was will man als Mutter mehr. Ein schnelles Foto war dann auch noch erlaubt, aber dann musste es gut sein. Ich hätte ihn ja lieber in Kombination mit Winterjacke fotografiert.
Klasse, oder?

Ich hoffe, ihr hattet einen genauso schönen 2. Advent wie ich.


Donnerstag, 27. November 2014

der geschenkte Gaul

Ich rege mich ja kaum noch auf, was durchaus am sogenannten "gesetzten" Alter liegen mag, aber jetzt bin ich doch ein bisschen... hm, nun ja... überrascht würde ich sagen.
Ich hatte so einiges abzugeben.
Da war ein Küchentisch aus gelaugter Kiefer plus vier Stühle, die eigentlich nur geleimt werden mussten. Dazu einiges an Damen-Winterjacken - nicht mehr die neueste Kollektion, aber immer noch modern genug um sie zu tragen ohne sich zu blamieren und ohne Mängel.
Nun hatte ich keinen Bock die Sachen bei Ebay rein zu setzen. Für Jacken, die nicht der neuesten Mode entsprechen, bekommt man ja nichts mehr oder bleibt gleich drauf hocken. Ach nööö, dachte ich, so viel Aufwand und dann noch Ebay-Gebühren für Nichts, das muss nicht sein.
Ich also geguckt, ob es einen Sozialladen gibt, der sie annehmen würde. Ja, den gab es, aber es wurde gerade in der Zeitung darüber berichtet, dass er bald die Türen schließen würde, da im nächsten Jahr die öffentlichen Gelder gestrichen werden.  Schnell ein paar Fotos geschossen und die Sachen in eine lokale Facebook-Gruppe gesetzt.

"Zu Verschenken an Selbstabholer"

Es gibt genügend, die sich keine neue Winterjacke kaufen können. Für die sind selbst fünf Euro eine Summe, die sie sich vom Mund absparen müssen. Ist eben so.
Wie geahnt war der Ansturm groß. Ruckzuck war die Küchenmöbel-Garnitur weg, und auch nach den Jacken wurde viel gefragt. Zwei gingen dann doch in die Post. An eine Frau mit kleinem Kind, die dreißig Kilometer entfernt wohnt und gerade vom Amt sanktioniert wurde. Sie besaß nur eine einzige Jacke, und die war mittlerweile zu kalt. Da wurde ich weich, legte zwei passende Jacken in einen Karton und schickte sie ihr am nächsten Tag.

Schon kam die nächste Anfrage. Die Frau war zwar nicht bedürftig, aber konnte eine der Jacken sehr gut gebrauchen. Ich sagte ok, kein Problem und sie kündigte sich für den frühen Abend an ... und kam nicht ran. Später meldete sie sich doch. Ihr war was dazwischen gekommen. Nicht schlimm, sagte ich, kann passieren. Sie würde die Jacke aber immer noch haben wollen, denn sie wollte ihren Mann zu Weihnachten damit überraschen. Ich: Hääää ??? Mit einer Damenjacke? Sicher?
Ich wies darauf hin, dass das Ding ihm allein von der Armlänge nicht passen würde, da die Schulternähte viel zu knapp angesetzt sind für einen Mann. Daraufhin meldete sie sich gar nicht mehr.
Dafür zeigte eine andere nun Interesse. Und dazu wollte sie auch gleich die Bomberjacke. Heute Mittag wollte sie bei mir sein, um sie sich abzuholen. Also wartete ich und wartete und wartete, schaffte hier natürlich nichts, und loggte mich nochmals bei FB ein. Da las ich, dass sie etwa 45 Minuten vorher abgesagt hatte. Ob es mir auch am nächsten Tag um die gleiche Zeit passen würde.
Zwischendurch schlug eine vor, ob es möglich wäre mich mit ihr vor dem Fitness-Center zu treffen, damit sie nicht extra die drei Minuten Fußweg zu mir hoch latschen müsse.

Oh man, ganz ehrlich? Sonst noch irgendwelche Extrawünsche? Soll ich die Sachen vielleicht noch in die Änderungsschneiderei bringen? Noch mal umfärben, persönlich vorbei bringen? Kein Problem.

Ich glaube ich mach' es nächstes Mal einfach wieder wie gehabt. Rein in den Altkleidersack und weg damit.
Nicht aufregen, Inken, nur wundern. OM


Dienstag, 25. November 2014

Woran erkennt man eigentlich einen "Wilden"?

Also, ich weiß es als Laie ehrlich gesagt nicht.
Ich mag es ja, wenn die handgefärbten Stränge schön wildern, aber bei mir tut sich da meistens nüscht.
Entweder ringeln sie nur vor sich hin oder/und es entsteht eine Art NICHT-Muster...
Ich benutze meist 2,5 er Nadeln und schlage 60 Maschen an, wenn ich nicht gerade garnfressende Strickmuster auf den Nadeln habe oder verzopfe.


Auch diese sind wieder wie gehabt. Man kann sie natürlich trotzdem gut tragen - keine Frage - aber der Wow-Effekt bleibt aus. Hat jemand einen Tipp für mich, damit der nächste Wolle-Einkauf endlich von Erfolg gekrönt wird?


Montag, 24. November 2014

Bald ist Weihnachten

... und darum gibt es in meinem Shop ab heute bis zum 08.12.2014 einen Weihnachtsrabatt
über 12 %.
Heute in ALLEN Kategorien.


NACHTRAG 25.11. - 16Uhr50:

meine Augen sind tatsächlich so blau, die Haare allerdings nicht;-) Die sind schwarz.

Sonntag, 23. November 2014

Endlich fertig - die Granny Klappentasche

Eines der aufwänderigen Modelle auf jeden Fall.
Zu den 60 Squares gesellten sich noch 25 kleine Quadrate für den Gurt, die sorgfältig zusammen gehäkelt und dann auf einen Gurt aus fester Bauwolle genäht wurden. Das Endergebnis kann sich wirklich sehen lassen denke ich.

Wenn Du willst, schnapp sie dir hier (auf den Link klicken):





Nachtrag 14:30 Uhr: Gerade eben wurde ich woanders total verpuderzuckert; *hachz* ist die süüüß: